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Rebecca Gablé: Hiobs Brüder

Beitragvon andrea1 » 13. Oktober 2009, 10:45

http://www.amazon.de/Hiobs-Br%C3%BCder- ... 908&sr=8-1


Das Buch erscheint offiziell am Samstag, aber da ich für dieses Buch eine Rezension geschrieben habe, konnte ich es ein wenig früher lesen.

Hier meine Rezi in Kurzform:

Die Geschichte spielt in England im 12. Jahrhundert. Es ist eine Zeit des Bürgerkriegs, der Rechtlosigkeit und der Anarchie.
Auf einer Insel vor der Küste Englands wurden körperlich und geistig Behinderte von Mönchen ausgesetzt und eher schlecht als recht am Leben gehalten. Nach einem verheerenden Sturm gelingt es einigen Überlebenden von der Insel zu fliegen und nach einer Vielzahl von Abenteuern beginnt für Sie ein Leben in Freiheit.

Rebecca Gablè wählte für ihren Roman ungewöhnliche Protagonisten: Losian, der sein Gedächtnis und seine Identität verlor, Simon, der unter Epilepsie leidet, die siamesischen Zwillingen Godric und Wulfric, King Edmund, der sich für einen Heiligen hält, Oswald ist am Down-Syndrom erkrankt und Regy ist ein bestialischer Serienmörder. Nach ihrer Flucht müssen sie feststellen, dass sie nicht mehr zu ihrem alten Leben zurückkehren können. Sie müssen sich neue Plätze suchen. Sie müssen lernen, einander und auf sich selbst zu vertrauen, lernen, dass sie nur mit ihren Schwächen eine ganze Persönlichkeit sein werden, lernen, mit Schuldgefühlen umzugehen, lernen, dass sie dennoch ihren Wert in der Gesellschaft haben.

Rebecca Gablè beschreibt dies nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern wie gewohnt humorvoll, mit einem Augenzwinkern. Ihre Sprache ist klar und ihre Beschreibungen des Alltags und dem Umfelds geben dem Leser ein deutliches Bild des Mittelalters. Das ist ihr ein weiteres Anliegen: nicht nur eine unterhaltsame mittelalterliche Geschichte zu erzählen, sondern dem Leser das Mittelalter unterhaltsam näher zu bringen und das ist ihr auch gut gelungen.
Der Einstieg in das Buch gelingt leicht und später legt man das Buch nur ungern zur Seite, bereits vorab trauernd, es bald durchgelesen zu haben.

Ich kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.
LG Andrea Bild



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Re: Rebecca Gablé: Hiobs Brüder

Beitragvon nele » 13. Oktober 2009, 11:45

ui, da hätte ich doch glatt was verpasst. Danke, andrea!

Aber darfst Du die Rezi wirklich vor dem Erstverkaufstag veröffentlichen? Normalerweise ist das von den Verlagen strikt verboten ...
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Re: Rebecca Gablé: Hiobs Brüder

Beitragvon andrea1 » 13. Oktober 2009, 11:49

ich schreib die ja nicht für den Verlag, sondern für ein Bücherforum und dort ist sie schon veröffentlicht ;)
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Re: Rebecca Gablé: Hiobs Brüder

Beitragvon peanut » 13. Oktober 2009, 14:55

Danke Andrea. Das Buch muss mir meine Mutter mitbringen, wenn sie naechste Woche zu Besuch kommt. Ich freu mich schon drauf (auf beide natuerlich) :]
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Re: Rebecca Gablé: Hiobs Brüder

Beitragvon nele » 6. Februar 2010, 15:54

So, endlich, endlich habe ich "Hiobs Brüder" auch gelesen.

Und was soll ich sagen? Wieder ein Volltreffer von Rebecca Gablé. Die gute hat wirklich ein Händchen für gute historische Romane.

Schon ab der ersten Seite ist man mitten drin in der Geschichte, sie lässt den Leser gar nicht mehr los. Simon und Losian, die beiden Hauptcharaktere, wachsen einem von Anfang an ans Herz.
Wie immer flüssig und spannend geschrieben, ist "Hiobs Brüder" rund um gelungenes Schmöker-Vergnügen.

"Hiobs Brüder" hat mir so gut gefallen, dass dieser Roman den dritten Teil der Waringham-Trilogie von Platz 3 meiner persönlichen Rebecca Gablé-Hitliste verdrängt hat.
Fazit: Unbedingt empfehlenswert!!
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