An deinen Beitrag erinnerte mich das sehr, Lacri, passiert ist es mir bisher auch noch nicht.
Ich hoffe, dass meine Antwort nicht zu sehr "abdriftet" in einen Bereich, der nicht für Jeden nachvollziehbar oder verständlich ist. Dann bleibt, dass etwas Unverständliches nicht doch seine Bedeutung im Speziellen hat.
Es ging hier so weiter, wie es anfing, ein bisschen verstärkter noch. Sira kommt zum Füttern (inzwischen schon in die Küche wie die anderen Tiere, um zu gucken, wie der Stand der Fütterung ist) am Abend, bleibt dann auch meist im Haus, auf dem Bett, dem Fenstersims oder auf einem Kopfkissen. Sie liebt es, von uns beiden gestreichelt zu werden, bevor wir einschlafen, und sie brummt unaufhörlich (das tat Merli auch immer so gerne). Bei der morgendlichen Fütterung ist sie wieder dabei, allerdings zieht es sie nicht nach draußen, sondern sie nimmt wieder ihre Lieblingsruhestätte ein. Wenn wir zur Arbeit gehen, ist es ein beruhigender Anblick, sie dort immer noch liegen zu sehen.
All das wäre nicht so spektakulär, wenn es nicht genau an dem Tag begonnen hätte, an dem Merli starb. Es war 6 Jahre dafür Gelegenheit, doch punktgenau am schwärzesten Tag in unserem Leben mit Tieren geschah das Unerwartete. Zweifler (ich bin auch einer von denen) mögen sagen, dass es natürliche Gründe hat, Sira z. B. von Merli oder einem anderen Tier davon abgehalten wurde. Das ist definitiv nicht so, denn Merli war ja nur viel zu kurze Zeit bei uns.
Und dann ist da das, was ich mit dem Herzen hörte. Es gibt eine Verbindung zwischen den Lebewesen, anscheinend sind nur wir Menschen teilweise nicht in der Lage, sie zu realisieren. Merli wusste, dass uns ihr Fortgang so richtig wehtun würde. Was liegt näher, als mit einer Katzenkumpeline zu beschließen, dass ein deutliches Zeichen mit positiver Auswirkung ein wenig Trost bedeuten würde ? Für Sira war das ein wichtiger Schritt in die für sie angenehmere Richtung, denn sie mag die Nähe sehr. Es scheiterte all die Jahre an der Überwindung des inneren Schweinehundes, doch Merli hat vorgelebt, dass man keine Angst haben braucht. Ein wenig weiter noch gehen die Erkenntnisse, doch das ist eine Sache, die hier erstmal verarbeitet werden muss.
Lacri, es ist auf jeden Fall eine Geschichte, die du erzähltest, die nicht jeder erzählen kann - weil sie nicht allen Menschen widerfährt. Vielleicht hast du auch ein gutes Gespür für diese Dinge ? Manchmal sind es auch deutliche Hinweise, dass man sich mit etwas beschäftigen sollte, um es besser einzuordnen und verstehen zu können. *zwinker* Es ist keine Einbildung, es ist ein Zeichen von Liebe, für das ich mich für dich freue.
