Gytha hat geschrieben:Verstehe ich das richtig, dass jetzt erst einmal abzuwägen ist, was ihn mehr belastet, die Behinderung beim Laufen oder die OP? Und falls OP, hätte er hinterher immer noch Probleme beim Laufen?
Du verstehst das goldrichtig. Fakt ist: Die hängende Zehe behindert ihn. Liegt er, wird erst mal ausgiebig daran herumgeschleckt/-genagt. Ich kann die Pfote anfassen und abtasten, es ist wohl noch ein Bluterguss darin, aber er lässt sich das Ganze jetzt massieren. Das Band an der Zehe ist aber definitiv ab, er hat über die Zehe keine Kontrolle.
Er hat jetzt keine akuten Schmerzen beim Laufen; während des Laufens kümmert er sich auch nicht sonderlich darum und belastet die Pfote - nach der Eingewöhnungsphase - normal. Problematischer wird es im Gelände, bei unebenem Boden, weil da die Zehe "hängenbleiben" kann; uU. könnte er sie sich da brechen oä.
Bei einer OP würde versucht das Band wieder anzunähen. Das wäre bei einem "großen" Band (Kreuzband) unproblematischer, da sich dort das gesamte Bein regenerieren/trainieren würde. Dieses Zehenband ist nun mal ein winziger Faden, der uU. gar nicht sauber zusammenwachsen würde; und wenn doch, dann müsste man mit viel Geduld (OK, hab ich ja eigentlich) und gezieltem Zehentraining versuchen, ihm hier wieder eine Kontrolle zu geben.
Für mich stellt sich jetzt einfach die Frage, ob das die Risiken einer OP rechtfertigt, oder ob der
junge mittelalterliche Herr nicht schneller lernt, mit der "Zehenbehinderung" umzugehen.