Mein Mann war draußen zum Rauchen und hat zweimal Krach vom Paddock gehört, da ist er vorsichtshalber gucken gegangen.
Bailey lag auf dem Beton, die Vorderbeine und ein Hinterbein unter sich, das linke Hinterbein seitlich nach hinten weggestreckt, und kam nicht wieder hoch. Als mein Mann ankam, hatte er Hals und Kopf schon flach auf die Seite gelegt, die Augen fast geschlossen, der war schon kurz vor "weg".
Er hat mich dann dazugeholt, weil er nicht so recht wusste, was er tun sollte. Ich hab mir einen Gerte geschnappt und Bailey damit versucht hochzutreiben, beim dritten Anlauf stand er dann, zitternd, das linke Bein noch immer seitlich weggestreckt. Ich hab echt gedacht, das war's jetzt, das Bein ist durch, da hilft nur noch die letzte Spritze.
Bin wie eine Wilde die Treppe hochgefetzt, ans Telefon, Tierarzt angerufen, Notfallmeldung auf die Mailbox gesprochen.
Bailey war mittlerweile auf drei Beinen in den Stall gehüpft, fing so langsam an, das Bein zumindest mit der Hufspitze aufzusetzen.
Keine 10 Minuten (aber gefühlte Stunden) später war der Tierarzt da. Diagnose: nichts gebrochen, Gott sei dank. Wohl derbe Zerrungen und Prellungen, aber nichts ernstes.
Heute geht er schon wieder fast lahmfrei, und dank der schnellen Behandlung ist auch nichts großartig dick geworden. Da haben wir nochmal richtig Glück gehabt.
Ein Hoch auf meinen Tierarzt, der auf einen Sonntag Mittag so schnell verfügbar war. Und ich werde nie wieder meinen Mann nerven, dass er mit dem Rauchen aufhören soll.
da läuft es einem ja schon beim Lesen eiskalt den Rücken herunter. Nur gut, dass es noch so glimpflich ausgegangen ist. Mal gleich ganz viele "werd schnell gesund" Gedanken rüberschick.


