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Hundeattacke auf dem Stoppelfeld

Hier kann alles rund um das Thema Katzen gepostet werden.
Hunde, Pferde und andere tierische Zwei-, Vier- oder Mehrbeiner sind in dieser Rubrik gern gesehene Gäste ;)
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Re: Hundeattacke auf dem Stoppelfeld

Beitragvon Tigo » 24. Juli 2008, 10:33

Ich kann Dir jetzt nicht wirklich folgen, Sando? Also, was genau willst Du jetzt wissen? :gruebel:

Falls es auf die Schmerzen zielt - ich habe per se ein riesiges Problem mit meiner WS sowie dem gesamten Muskelapparat im Schulter-Nackenbereich. Angeboren schlichtweg, alle verfügbaren Krümmungsfehler mitgenommen, nie korrigiert, etc. etc. Mir reicht für eine feste Verspannung schon fünf Minuten Zug im Nacken ... Und Shigon startet nie durch, in dem er einfach nur losmarschiert, ich also eine Fluchtrichtung habe - er springt seitlich weg (und steht dann in der Regel), und so wie gestern, da haben wir halt quasi Rodeo auf der Stelle geboten. Das die Muskulatur danach hochbeleidigt ist, ist bei der Bewegungsintensität nur normal. :)
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Re: Hundeattacke auf dem Stoppelfeld

Beitragvon Rouva » 24. Juli 2008, 17:38

Das ist schon manchmal sehr übel mit den unangeleinten Hunden. Ich liebe Tiere sehr und hab da auch wenig Berührungsängste, aber wenn plötzlich ein großer, fremder Hund auf mich zustürmt, wird mir schon manchmal etwas mulmig. Viele lassen ihre Hunde ja auch mitten in der Stadt frei rumrennen, das kann ich gar nicht nachvollziehen. Einer Freundin von mir ist da mal einer unters Auto gelaufen, glücklicherweise hatte er keine Verletzungen, weil er so klein war und zwischen den Rädern durchgerutscht ist, aber es war ein gewaltiger Schock für alle Seiten. Und ich kann auch nicht verstehen, dass Leute ihre Tiere in einem Jagdgebiet frei laufen lassen. Meine Tante hat das leider auch immer gemacht und ihr wurde mit ziemlicher Sicherheit ein Hund erschossen. Der Jäger hat es immer abgestritten, aber sie hat den Schuss gehört und der Hund war von da ab verschwunden und ist nie wieder aufgetaucht.

Glücklicherweise scheint Shigon die Aktion gut überstanden zu haben und ich hoffe, dass du deine Schmerzen auch ganz schnell wieder gar los bist.

Liebe Grüße, Rouva
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Re: Hundeattacke auf dem Stoppelfeld

Beitragvon Wusel » 25. Juli 2008, 13:06

Ich kann Dir jetzt nicht wirklich folgen, Sando? Also, was genau willst Du jetzt wissen?


Ich überlege auch wie du dir solche "Verletzungen" dabei zuzeihen konntest, aber wenn du da sehr empfinglich bist. Den ein oder anderen Hüpfer des Pferdes hat man doch immer mal. :gruebel:
Dein Pferdchen scheint dann ja richtig abzugehen, oder sehe ich das falsch?
Wirst du die Hundebesitzer eigentlich drauf ansprechen?
lg Wusel
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Re: Hundeattacke auf dem Stoppelfeld

Beitragvon Tigo » 25. Juli 2008, 17:40

Sind keine "Verletzungen", einfach Muskelverspannungen, die aus der heftigen Bewegung resultieren. :)

Ich hab die Leute ja gleich danach angesprochen, bin noch auf sie zugeritten, nachdem sie die Hunde angeleint hatten. Mehr, damit Shigon sieht, die können ihm nix. Aber so richtig kommunikativ waren die nicht.
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Re: Hundeattacke auf dem Stoppelfeld

Beitragvon Marada » 25. Juli 2008, 23:11

Erstmal: Gute Besserung!

Interessant und für michh wichtig, dies auch mal von der anderen Seite zu hören. Ich kenne nur den umgekehrten Fall:

Wir auf dem Waldweg (kein Reitweg ...), es tauchen Pferde auf. Wir gehen an den Wegesrand, rufen die Hunde (die riesengroßen Monsterdackel, die mir fast bis zum Knie reichen ... wenn sie Männchen machen) und drücken uns ins Unterholz. die Hunde sitzen oder stehen bei Fuß, kein Gebell, höchstens mal ein einzelnes "Wuff", was soviel bedeutet wie: Guck mal, Frauchen, hast Du die großen Tiere auch gesehen? Die Reiterei stolziert vorbei und meckert :nh: - also nicht die Pferde, die sind ungerührt. Madame Reiterin jedoch (eine Gruppe von vier Damen, von denen sich drei pikiert zurückhalten) hält an, schimpft wie ein Rohrspatz über wildernde Hunde, die die Pferde zu Tode erschrecken, so dass diese unweigerlich in Kaninchenlöcher treten, sich die Haxen brechen und erschossen werden müssen und droht mit Anzeige. Zwar gibt es auf den Waldwegen keine Kaninchenlöcher, und es gibt im Wald hübsche sandige Reitwege, die wir NICHT gehen - aber wer wird denn so kleinlich sein ... Aufgrund des Gezeters fangen die Hunde nun doch an zu bellen, die Pferde werden ein wenig unruhiger und Madame fühlt sich bestätigt. :wall:

Als Konsequenz daraus gehen wir bei der Annäherung von Pferden nun nicht mehr nur an den Rand des Weges, sondern so 10 bis 20 Meter in den Wald rein und gucken angestrengt in die andere Richtung ... :pfeif:

War das nun eine extrem merkwürdige Dame oder haben wir aus Sicht der Reiter irgendwas falsch gemacht?
Marada
 

Re: Hundeattacke auf dem Stoppelfeld

Beitragvon Tigo » 26. Juli 2008, 10:32

Prinzipiell macht ihr erstmal aus Förstersicht was falsch, denn kein Hund hat unangeleint im Wald was zu suchen. ;) Soweit ich weiß, ist das in keinem Bundesland erlaubt, dass die Hunde freilaufen dürfen im Wald.

Die Reiter hingegen dürfen je nach Bundesland/Waldgesetz (überall unterschiedlich) "überall dort reiten, wo es nicht ausdrücklich verboten ist" bzw. in Sachsen "überall dort nicht reiten, wo es nicht ausdrücklich gestattet ist".

Also gehe ich jetzt mal davon aus, dass die Reiter dort reiten durften, ihr Eure Hunde nicht freilaufen lassen dürft. Damit wäre die Dame im Recht. ;)

Und ja, es ist schon ein Problem, wenn die Hunde irgendwo im Unterholz rumstöbern, weit und breit kein Besitzer in Sicht ist (ist mir in NRW ständig passiert), weil Hasso & Rex es eben mit Wildfährte in der Nase nicht mehr so ganz genau mit dem Hören nehmen. ;)

Ein Pferd ist von Haus aus Fluchttier, also da ähnlich gelagert wie z. B. auch die Wildtiere. Unbekanntes Geräusch, unbekanntes Erleben, Angst = Flucht. In der Regel hast Du das bei einem zivilisierten Pferd im Griff, aber eben auch nicht immer.

Dennoch - wir bemühen uns eigentlich immer um ein friedfertiges Miteinander aller "Naturnutzer", so dass ich jetzt nie auf die Idee käme, irgendwelche Leute im Wald anzuranzen, die mir auch noch freundlich Platz machen.

Wobei "ins Unterholz drücken" nicht immer eine gute Idee ist, denn die Pferde bleiben ruhiger, wenn sie sehen, was da ist. Dinge, die im Unterholz rumkruscheln sind nicht immer sehr praktisch. :D

In vielen Bundesländern, wo die Dichte der "Nutzung" von Wäldern und Naherholungsgebieten sehr hoch ist, gibt es ständig Trubel zwischen den Fronten, weil jeder denkt, er hat das Recht auf seiner Seite und jeder fühlt sich von jedem gestört. Das ist schade, denn miteinander ging es sicherlich immer besser. ;)

Ich bin mal in NRW mitsamt Pferd in einem Graben gelandet (beide ohne Blessuren), weil vor mir ohne Gucken und Rücksicht zwei Mountainbiker aus dem Nichts geschossen kamen. Auf einem Reitweg übrigens.

Hier rammelt jetzt immer durch die unberührte Natur ein Quad-Fahrer. Wir haben die Erlaubnis der Landeigner, dass wir dort reiten dürfen (Flächennaturdenkmal), der wird von allen gesucht, weil er auch ungerührt über frisch eingesäte Felder prescht.

Wir haben Gott sei Dank einen guten Draht zu den Bauern und Besitzern, so dass wir uns einig sind, was wir dürfen, was nicht. Wir sind auf die Leute zugegangen und haben gefragt, besprochen, wir sind mit sehr viel Zuneigung empfangen worden, erfahren sehr viel Rücksicht, wenn wir irgendwo auf die Männer mit den großen Gerätschaften stoßen. Sie halten an, sie machen sogar den Motor aus (was nicht notwendig wäre, weil unsere Pferde an große Maschinen von der Rennbahn her gewöhnt sind, aber es ist einfach nur sehr sehr nett!), man plaudert. Der Revierförster drückt vier Augen zu, wenn er uns auf dem einen Stück Wanderweg reiten sieht, auf das wir definitiv nicht dürfen. ;) Aber es ist die einzige Verbindung zwischen den anderen Wegen, so dass er es stillschweigend hinnimmt, dass wir diesen einen Kilometer auch mal da reiten, wo wir es nicht dürfen. ;) Begegnen uns dort Leute (was sehr sehr selten geschieht, weil es ein kaum frequentiertes Stück ist), halten wir an, grüßen freundlich, lassen die Leute auch mal das Pferd anfassen, erklären, wenn sie was wissen wollen, etc., so dass wir auch mit den Wanderern noch nie Ärger hatten. :)

Will sagen - wenn alle mitspielen, jeder sich an die ungeschriebenen Regeln hält, dann geht das. Es bedarf der Toleranz aller.
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Re: Hundeattacke auf dem Stoppelfeld

Beitragvon Nettsche » 26. Juli 2008, 11:24

Ich gehe hin und wieder mit Nachbars Lumpi spazieren. Dabei lasse ich die Hundedame meist frei laufen. Sehe ich allerdings von weitem Spaziergänger oder Radler (Reiter gibt es hier so gut wie keine), rufe ich Cipsy immer zu mir. Zum einen weis ich ja nicht, ob sie den einen Spaziergänger grad mal nicht ab kann und zum anderen gibt es viele Leute, die Angst vor Hunden haben.
Wir sollten alle ein kleinwenig Rücksicht aufeinander nehmen, dann dürfte es zu solchen Auseinandersetzungen nicht kommen.
Was braucht es eigentlich Träume wahr werden zu lassen? Mut. Einfach nur Mut.
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Re: Hundeattacke auf dem Stoppelfeld

Beitragvon Tigo » 26. Juli 2008, 11:27

Nettsche hat geschrieben:Wir sollten alle ein kleinwenig Rücksicht aufeinander nehmen, dann dürfte es zu solchen Auseinandersetzungen nicht kommen.


Das ist der Punkt. :)

Wir haben in der letzten Woche auf eben diesem Feld auch einen Mann mit Hund kommen sehen. Er saß im Auto, fuhr den Weg runter, der Hund lief davor. :D

Er hielt an, sichtlich, um seinen Hund einzuladen, als er uns sah. Also haben auch wir angehalten, falls Felix (wir kennen ihn) grade wieder mal nicht hören möchte. *gg* Als der Hund dann verstaut war, sind wir erst weitergeritten.

Also - es geht, wenn man will und sein Hirn mit dabei hat.
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Re: Hundeattacke auf dem Stoppelfeld

Beitragvon Marada » 26. Juli 2008, 12:59

Aus Förstersicht ... na ja, vielleicht aus Sicht der Gesetzeslage. Unser Förster jedenfalls hat begutachtet, wie unsere Hunde hören und reagieren, und besteht nicht auf Leinen. Seine eigenen haben auch Ohren statt Leinen ... Er hat uns auch schon mit den Hunden zum Jagen eingeladen, was wir aber ausgeschlagen haben, weil wir den Hunden nicht das Wildern beibringen wollen. Tiere, die keine Hunde sind, interessieren sie nicht so besonders, na ja, außer Krähen im Herbst vielleicht, die fliegen so lustig hoch wenn man über das Stoppelfeld läuft ... Aber Rehe, Hasen, Pferde und solche Leute sind völlig uninteressant und sollen es auch bleiben.

"Ins Unterholz drücken" war vielleicht zu blumig ausgedrückt - ich meinte halt, wir sind etwas weiter vom Weg entfernt gewesen als es bequem gewesen wäre. Aber schon noch deutlich sichtbar.

Dass unsere Hunde gut hören, ist hier stadtbekannt. Auf einem anderen Spazierweg (stillgelegte Straße) fing ein Ehepaar an zu stänkern, und zufällig fuhr in dem Moment eine Polizeistreife vorbei. Sie wollten sofort eine Anzeige machen, die Polizisten lächelten milde und sagten ihr "aber Herr XXX doch nicht - der hat seine Tiere doch im Griff" und das war's dann.

Es hat uns viel Zeit und Arbeit gekostet, dass wir so "brave" Hunde haben - und zwar nicht, weil wir "gut funktionierende" Dackel wollten, sondern aus Rücksicht auf Andere - weil eben manche Leute Angst vor Hunden haben, weiße Hosen anhaben oder aus sonstigen Gründen keinen engen Kontakt wünschen.
Marada
 

Re: Hundeattacke auf dem Stoppelfeld

Beitragvon Tigo » 26. Juli 2008, 14:39

Wenn doch nur alle Besitzer (gleich welcher Tiere!) diese Denkart hätten, dann ginge es auch friedlicher miteinander ab! ;)

Hatte auch schon riesige Debatten mit Bekannten, die ihren Hund immer freilaufen lassen, der aber nur mäßig hört. Und das bei der Größe eines Rottweilers. Er tut wirklich nichts, ist totaler Schoßhund, aber er hat erstmal die Größe und die Rasse. Und ich finde es auch nicht lustig, wenn er mal ein Reh jagt. Die Aussage "Aber er kriegt sie doch gar nicht!" nicht ausreichend. Das Reh hat Angst und wird gejagt. Muss nicht sein, denke ich. ;)
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