Das Katzenkind ist jetzt 14 Wochen alt, wohnhaft im Wohnhaus neben unserem Stall, wurde von ihren Besitzern (leider) auf den Namen Tussi getauft. Ursprünglich sollte sie mal Wohnungskatze werden, aber sie war nach nur wenigen Tagen eine so unendliche Terroristin, dass sie zur Freigängerin wurde.
Ihren ersten Freigang habe ich zufällig miterlebt und das kleine Ding sofort ins Herz geschlossen. Erst hatte sie noch Angst vor dem Wind, dann war es doch spannender sich im Wind wiegende Grashalme zu fangen und zu erlegen. Als unsere Elsie um die Ecke kam, hat sich dieser Winzling zu ungefähr zwei Metern Körpergröße aufgebaut und ist als laufendes Dreieck auf Elsa zu, wüst fauchend.
Elsa hat mal zurückgefaucht und dann das Weite gesucht, nachdem Frau Tussi dachte, wenn sie nix tut, kann man auch mit ihr spielen. Dieses Katzenkind hat vor nichts und niemandem Angst. Und es steht/sitzt/liegt nicht still. Sie ist immer in Action. Sie rast von hier nach da und zurück, spielt mit sich und Gott und der Welt. Und sie plappert dabei die ganze Zeit in schier unnachahmlicher Art. Ihre Besitzer haben erzählt, sie müssen sie abends quasi unter Zwang reinholen, dann geht sie fressen, pennen, nochmal fressen und liegt dann im Tiefschlaf bis morgens im Körbchen.
Unsere Stallkatzen wollen leider so gar nichts mit ihr am Hut haben. Sie ist einfach zu wild, die beiden älteren Semester sehen zu, dass sie Land gewinnen, wenn der Wirbelwind ankommt. Was sie nicht daran hindert, sie immer wieder zum Spielen aufzufordern. Wenn der eine faucht, geht sie halt zum nächsten. Elsie hat ihr heute mal eine getafelt, da hat sie sich kurz geschüttelt, um 3 Sekunden später wieder anzugreifen.
Lebensmotto: Klein, aber gemein! Mangels kätzischer Spielgenossen habe ich dann schon mal mit ihr gespielt. Weshalb sie mich jetzt als Kumpel ansieht. Sobald ich irgendwo laufe, springt sie mich von hinten an und saust wieder davon. Nehme ich sie auf den Arm, schnurr sie, beißt in meine Finger und kabbelt mit allen Pfoten kampfbereit herum. Nie mit Krallen und mit nur zarten Bissen - Gott sei Dank. Dabei brabbelt sie dann die ganze Zeit vor sich hin, unterbrochen von ihrem ureigenen Kampfschrei! „KrrrgrrrrruuuWIIIOOOHHHkrrrrgrrrruuuaaaWIIIIOOOHHH!" Ich habe noch niemals eine Katze solche Geräusche machen hören!!
Es ist schier unmöglich, sie nicht zu mögen!!! Zudem hat sich die große Katze bei ihrer optischen Gestaltung auch wirklich alle Mühe gegeben, wie ich finde.
Sie zu fotografieren war leidlich schwer, weil das kleine Dingen natürlich nicht ausreichend lange mal irgendwo verweilt, um sie wirklich zu fotografieren. Dennoch - hier live und in allen Farben: Frau Tussi!













