Wiederkehr in Teilen *länger*
In Anlehnung an das, was hier vor kurzem geschrieben wurde, die Übernahme von persönlichen Eigenarten, wenn uns ein Tier verlassen hat...
Ich würde das, was hier passierte, gerne mit euch teilen, weil es schön ist, Hoffnung macht und vielleicht ein bisschen warm ums Herz werden lässt. Es ist zwiespältig, weil es ein Thema betrifft, das für all die ist, die offen sind - und auch eines, was kein Belächeln, möglicherweise gar abfällige Kommentare verdient hat. Darum bitte ich.
Als Sira zu uns kam, war es Sommer 2003, also vor fast 6 Jahren. Sie kam mit ihrer Freundin Schnucki von der Katzenhilfe zu uns, Wildlinge, ohne Sozialisierung, an Menschen nicht gewöhnt, geboren und aufgewachsen in einem Industriegebiet in der Stadt. Als wir sie zu uns nahmen, war es geplant, eine Futterstelle im Garten mit Schlafmöglichkeit im Blockhaus im Garten bieten zu können. Alles, was darüber hinaus gehen könnte, war ein Vertrauensbeweis. Schnucki hat sich nach einigen Monaten entschieden, dass das Leben mit uns im Haus viel schöner und angenehmer ist, Sira war jedoch ganz anderer Meinung.
Sie kam zum Fressen, regelmäßig, doch immer im Blockhaus, auf der Veranda davor, nach ein paar Jahren im strengen Winter auch im Vorflur unseres Hauses. Es war ein unglaublicher Vertrauensbeweis, sie überhaupt in der Nähe des Hauses, bei all den anderen Tieren zu sehen. Dabei hat sie durchaus keine Angst vor Nähe, auf dem Rasen war sie immer kuschel- und schmusebereit. Sie kam immer wieder mal in die Nähe des Hauses, doch sie blieb nie lange, maximal 10 Minuten, bis sie mit Krawumm die Katzenklappe passierte, es war eilig, wieder in "Freiheit" zu gelangen.
Als Merli starb am 09.07.2009, kam Sira ins Haus, kurz nachdem wir Merli in der Küche aufgebahrt hatten. Kein Totenkult, doch alle Tiere sollten Abschied nehmen können. Sira legte sich auf die Fensterbank, schnurrte so laut, wie Merli es immer getan hatte und ging erst im Morgengrauen. Das tat wohl, vermittelte ein wenig das Gefühl, dass Merli noch gar nicht weit fort war.
Es vergingen ein paar Tage, bis sich das Geschehene wiederholte. Sira kam abends, blieb bis morgens, wobei sie den Standort inzwischen gewechselt hatte, weil mein Kopfkissen soviel heimeliger erschien. Es war unfassbar: Sira liegt auf dem Kopfkissen, bleibt dort und hat scheinbar Freude daran, die Nacht mit ihren Menschen zu verbringen. Kein Tag ist inzwischen vergangen, an dem sie nicht nach festem Ritual abends zum Füttern gegen 18 Uhr kommt, sich aufs Bett legt und auf dem Kopfkissen Platz nimmt. Nachts massiert sie die Kopfhaut, ihre kleinen Füßchen sind eng an den Menschenkopf gekuschelt, es wird getretelt, geschnurrt.
Ich habe sie gefragt, warum es sich so ergeben hat. Es war abgemacht, dass Sira Merlis Platz einnimmt, zum Einen, um die Menschen zu trösten, zum Anderen, um die eigenen Zweifel und Ängste zu überwinden. Sira wird nie Merli sein, doch viele der Eigenschaften erkennen wir täglich wieder, z. B. diesen durchdringenden Ton, der bedeutet "Ich bin hier, ich freu mich, euch zu sehen." Die Traurigkeit wird ein bisschen weniger, weil wir täglich erinnert werden, dass Merli uns zwar verlassen, doch einen großen Teil bei uns gelassen hat. Das ist unendlich tröstend und auf andere Lebensbereiche auszuweiten.
Mir ist zumindest ein reinkarniertes Tier hier bewusst, doch mit Sicherheit hat jedes Wesen um uns seinen Sinn. *zwinkert* In diesem Sinne: schaut euch um, es gibt viel zu entdecken.
Ich würde das, was hier passierte, gerne mit euch teilen, weil es schön ist, Hoffnung macht und vielleicht ein bisschen warm ums Herz werden lässt. Es ist zwiespältig, weil es ein Thema betrifft, das für all die ist, die offen sind - und auch eines, was kein Belächeln, möglicherweise gar abfällige Kommentare verdient hat. Darum bitte ich.
Als Sira zu uns kam, war es Sommer 2003, also vor fast 6 Jahren. Sie kam mit ihrer Freundin Schnucki von der Katzenhilfe zu uns, Wildlinge, ohne Sozialisierung, an Menschen nicht gewöhnt, geboren und aufgewachsen in einem Industriegebiet in der Stadt. Als wir sie zu uns nahmen, war es geplant, eine Futterstelle im Garten mit Schlafmöglichkeit im Blockhaus im Garten bieten zu können. Alles, was darüber hinaus gehen könnte, war ein Vertrauensbeweis. Schnucki hat sich nach einigen Monaten entschieden, dass das Leben mit uns im Haus viel schöner und angenehmer ist, Sira war jedoch ganz anderer Meinung.
Sie kam zum Fressen, regelmäßig, doch immer im Blockhaus, auf der Veranda davor, nach ein paar Jahren im strengen Winter auch im Vorflur unseres Hauses. Es war ein unglaublicher Vertrauensbeweis, sie überhaupt in der Nähe des Hauses, bei all den anderen Tieren zu sehen. Dabei hat sie durchaus keine Angst vor Nähe, auf dem Rasen war sie immer kuschel- und schmusebereit. Sie kam immer wieder mal in die Nähe des Hauses, doch sie blieb nie lange, maximal 10 Minuten, bis sie mit Krawumm die Katzenklappe passierte, es war eilig, wieder in "Freiheit" zu gelangen.
Als Merli starb am 09.07.2009, kam Sira ins Haus, kurz nachdem wir Merli in der Küche aufgebahrt hatten. Kein Totenkult, doch alle Tiere sollten Abschied nehmen können. Sira legte sich auf die Fensterbank, schnurrte so laut, wie Merli es immer getan hatte und ging erst im Morgengrauen. Das tat wohl, vermittelte ein wenig das Gefühl, dass Merli noch gar nicht weit fort war.
Es vergingen ein paar Tage, bis sich das Geschehene wiederholte. Sira kam abends, blieb bis morgens, wobei sie den Standort inzwischen gewechselt hatte, weil mein Kopfkissen soviel heimeliger erschien. Es war unfassbar: Sira liegt auf dem Kopfkissen, bleibt dort und hat scheinbar Freude daran, die Nacht mit ihren Menschen zu verbringen. Kein Tag ist inzwischen vergangen, an dem sie nicht nach festem Ritual abends zum Füttern gegen 18 Uhr kommt, sich aufs Bett legt und auf dem Kopfkissen Platz nimmt. Nachts massiert sie die Kopfhaut, ihre kleinen Füßchen sind eng an den Menschenkopf gekuschelt, es wird getretelt, geschnurrt.
Ich habe sie gefragt, warum es sich so ergeben hat. Es war abgemacht, dass Sira Merlis Platz einnimmt, zum Einen, um die Menschen zu trösten, zum Anderen, um die eigenen Zweifel und Ängste zu überwinden. Sira wird nie Merli sein, doch viele der Eigenschaften erkennen wir täglich wieder, z. B. diesen durchdringenden Ton, der bedeutet "Ich bin hier, ich freu mich, euch zu sehen." Die Traurigkeit wird ein bisschen weniger, weil wir täglich erinnert werden, dass Merli uns zwar verlassen, doch einen großen Teil bei uns gelassen hat. Das ist unendlich tröstend und auf andere Lebensbereiche auszuweiten.
Mir ist zumindest ein reinkarniertes Tier hier bewusst, doch mit Sicherheit hat jedes Wesen um uns seinen Sinn. *zwinkert* In diesem Sinne: schaut euch um, es gibt viel zu entdecken.
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