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von Marada » 5. Dezember 2007, 14:36
Ich habe keine Katzen (wenn ich mir meine Kleine so angucke, wenn sie verschmust auf dem Rücken liegt oder sich zwischen Sofalehne und Männes Nacken schmiegt oder an den Tapeten kratzt bin ich nicht so sicher, aber in den Papieren steht ganz klar "Dackel" ...)
Also jedenfalls kenn ich mich mit Verhalten und Erziehungsmaßnamen und -möglichkeiten bei echten Katzen nicht so aus. Eine Freundin von mir hat einen 15-monatigen Sohn und eine Katze. Selbige hat nun den Kleinen gekratzt und soll deswegen ins Tierheim - "gefährliche Tiere haben in der Nähe von Babies nichts zu suchen".
Ich bin sicher, dass der Kleine das arme Viech provoziert hat - macht er bei unseren Bellkatzen auch gerne. Unkoordiniertes und vor allem unbeaufsichtiges "Streicheln", was eher nach Draufhauen aussieht, Futter wegnehmen und selbst essen wollen, am Schwanz ziehen (ich halt sie ja nur fest, ziehen tut sie selbst ...) - ich finde, das kann man auch einem kleinen Menschen abgewöhnen.
In Ermangelung von authentischen Erfahrungen aufgrund fehlender Echtkatzen und fehlender eigener Kinder hätte ich gerne den Input von den Dosenöffnern unter Euch.
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Marada
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von Sandocan » 5. Dezember 2007, 14:38
Ich sehe das auch so.
Klar, es gibt mit Sicherheit auch Psycho-Katzen die angreifen, da könnte ich das ja noch verstehen.
Aber zu 99% ist das Kind "schuld" und da muss ich es halt erklären, dass das nicht geht. Und ich darf eben Kind und Katze nicht zusammen alleinelassen.
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von roni » 5. Dezember 2007, 14:45
Spontan: Die Kinder müssen entsprechend erzogen werden.
Hunde werden nicht einfach angefasst und ebenso Katzen. Mit einem kleinen Kind gehe ich immer gemeinsam zu dem Tier. Sehe ich, dass das Kind ein Tier "grob" anfasst, gebe ich das dem kleinen Menschen zurück und erkläre ihm, dass das Tier den gleichen Schmerz empfindet und sich eben dann nur wehrt.
All das funktioniert altersentsprechend sehr gut, wenn man ein wenig Geduld hat und sich Mühe gibt. Eine Katze wegen eines Kratzers in's Tierheim zu geben finde ich nicht sehr verantwortungsvoll.
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roni
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von lalisa » 5. Dezember 2007, 14:45
Wenn die Katze bis jetzt dem Kind nichts getan hat, liegt es sicherlich nicht an der Katze. Kinder in dem Alter verstehen mehr, als man glaubt und man kann ihnen auch erklären, wie man mit einer Katze umgeht, bzw. dass man sie in Ruhe lässt. Ansonsten muß man halt einen Kratzer in Kauf nehmen, das ist zwar schmerzhaft, aber eben auch nur ein Lerneffekt. LG Lalisa
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von Gytha » 5. Dezember 2007, 14:47
Mir persönlich sind einige Haushalte bekannt, in denen Kinder problemlos neben den Katzen groß geworden sind. Andererseits kann ich mich gut an die Not meiner Katzen erinnern, als mein Patensohn noch im Krabbelalter war und uns besuchen kam. Da war von den Katzen, sonst so sozial und Fremden gegenüber überhaupt nicht ängstlich, schnell nicht mehr viel zu sehen  O.k., man steckt jetzt nicht drin, aber ich würde auch vermuten, dass ein Kratzer noch keine wilde Bestie macht. Ich frage mich allerdings schon, ob man auf Dauer der Katze nicht einen Gefallen täte, ihr ein gutes neues Zuhause ohne Spielkinder und vor allem ohne argwöhnische Mütter zu suchen 
Gruß Gytha ------------------- Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen. (Heiner Geissler, dt. Politiker)
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von robbie_karotte » 5. Dezember 2007, 14:57
Wird das Kind auch ins Kinderheim gegeben, wenn es mal älter wird und dann evtl. einen kleinen Hund in den Schwanz beisst?
Mir erscheint das auch eher als vorgeschobener Grund, die Katze "endlich" entsorgen zu können. Wenn die Tierhalter sich wenigstens ein wenig ihrer Verantwortung bewusst wären, würden sie selbst Abnehmer für ihre Katze (in einen kinderlosen Haushalt) suchen.
Ich denke nicht, dass die Katze bösartig wurde, sondern eher an ein Provozieren. Meine Erfahrung hat eigentlich gezeigt, dass Katzen ziemlich tolerant bei Kindern sind, aber ab einem gewissen Grad halt auch mal zurück schlagen.
Das machen übrigens meine Pferde auch, wenn es ihnen zu bunt wird. Irgendwann hat halt jedes Lebewesen seine Schmerzgrenze erreicht. Ich sehe hier eher ein Fehlverhalten bei den Eltern. Sie hätten die Katze nicht unbeaufsichtigt in der Nähe ihres Knirpses halten sollen.
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von SophieS » 5. Dezember 2007, 14:57
Eine Katze ist kein Kuscheltier und einem Kind muss man das richtige Verhalten mit Tieren beibringen. Und ein Tatzenhieb ist kein Weltuntergang, so lernen sie es wenigstens. Meine Stieftochter hat die Katzen nie geärgert oder sonstiges. Wir haben immer erklärt und erklärt und das hat funktioniert. Tränen gab es nur ein mal als unser Riesenkater mit der Kleinen schmusen wollte und ihr auf den Brustkorb gesprungen ist. Das hat sich der Kater aber auch gemerkt und nie wieder gemacht. Der Kleine meines Kollegen hat es auf die schmerzhafte Tour gelernt. Sein Vater hat ihm mehrfach gewarnt, er solle den Kater nicht ärgern, der wehrt sich sonst. Genau das hat der Kater dann getan. Von meinem Kollegen kam auch nur "wehe, du heulst jetzt"  Danach waren die beiden prima Kumpel. Für mich sieht es auch nach einer prima Ausrede aus, das ungeliebte lästig gewordene Vieh endlich loszuwerden. Ist ja häufig der Fall. Ich finde Tiere im übrigen sehr wichtig für Kinder bzgl. Verantwortung usw.
Liebe Grüße, SophieS Die Menschheit läßt sich grob in zwei Gruppen einteilen: in Katzenliebhaber und in vom Leben Benachteiligte. Francesco Petrarca (1304 - 1374) 
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von Marada » 5. Dezember 2007, 15:37
Danke, dann lieg ich ja mit meiner Meinung nicht falsch. Aber ich hab (ok, nicht von dieser Freundin, aber sonst) oft die Antwort gekriegt, die wir alle so lieben: "Du hast ja keine [Kinder] [Katzen] [wasauchimmer], Du kannst das ja gar nicht beurteilen".
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von housi » 5. Dezember 2007, 15:54
Marada hat geschrieben:Danke, dann lieg ich ja mit meiner Meinung nicht falsch. Aber ich hab (ok, nicht von dieser Freundin, aber sonst) oft die Antwort gekriegt, die wir alle so lieben: "Du hast ja keine [Kinder] [Katzen] [wasauchimmer], Du kannst das ja gar nicht beurteilen".
Ok, wenn du magst schieb ich dir mal ein *aber du hast ja keine Kinder und kannst das gar nicht beurteilen* nach  Neeee, Scheeeeeeeeeeeeeeeeeeeerz 

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