Wie es sich für so einen kleinen Kater mit einem so riesengroßen Charakter gehört lassen wir ihm das letzte Wort:
Hallo ihr lieben Forumsmitglieder
ich möchte mich von euch allen verabschieden. Ich bin heute morgen zur Regenbogenbrücke gegangen. Habt Dank für euere vielen Wünsche und gute Gedanken, die ihr mir so zahlreich in den letzten Tagen geschickt habt. Ich wollte ja noch nicht gehen, wäre ja gerade erst 5 Jahre alt geworden, hätte noch so viel zu erzählen und erforschen gehabt, aber das große Universum wollte mich nicht mehr auf euerer Seite lassen. Ich weiß, dass ich ein toller Kater war, nicht umsonst hat man mich auch Professor Jules geheissen. Ich konnte mit meinen Dosis reden, sie wussten genau, wann ich spielen oder was zu fressen haben wollte. Ich war der große "Olli Kahn", der Fellmäuse aus 1 1/2 m Höhe gefangen hat. Ich war Professor Jules, der kontrolliert hat, ob die Reinigung der Kaffeemaschine auch richtig durchgeführt wurde. Ich war der Futtermeister für meine Katzenkumpels, hab für Futternachschub gesorgt, wenn die Schälchen leer waren. Ich war der Wecker für Dosimann, ich wusste immer genau, wann der Wecker angehen wollte und hab 5 Minuten vorher Bescheid gesagt. Ich konnte auch ganz toll Sonntagsmorgens wecken, schlafen stellen hab ich sofort erkannt und einfach solange gestuppst und durch die Haare geputzt bis die Augen aufgingen. Ich war der Tröster für Dosifrau und Dosimann, wenn es ihnen mal nicht so gut ging. Ich hab sie aufgeheitert und sie auf Trab gehalten.
Ich hab versucht ihnen möglichst wenig Kummer zu bereiten, als ich merkte, dass es mir nicht mehr so gut ging. Aber heute morgen ging es dann doch nicht mehr. Dosimann hat mich noch auf meine geliebte Fernsehcouch gelegt wo die beiden noch lange mit mir geknuddelt haben. Aber sie schienen mir sehr traurig und haben geweint. Dann kam die Frau, bei der ich öfter mal die letzte Zeit war. Heute hat sie mich aber gar nicht geärgert, sondern lieb mit mir gesprochen. Ich hab dann in Paulis Weihnachtsbettchen gelegen, die Dosis bei mir. Dann wurde ich immer müder, mein Köpfchen immer schwerer, aber Dosimann hat mich immer gestreichelt und mir tolle Sachen ins Ohr geflüstert. Und auf einmal hatte ich gar keine Schmerzen mehr und nun bin ich plötzlich auf der anderen Seite. Hab ja schon viel davon gehört aber nun will ich es selbst mal erleben und erkunden. Und hier scheint es sehr viel zu erkunden zu geben. Ich muss dann mal los. Ich sag nochmal Tschüss und lieben Dank zu Christine und Ruth, die noch so nett zu mir waren, Tschüss zu Claudia und Katja, die ich ja auch mal "belabern" durfte und Tschüss zu euch allen hier. Ich werde euere Lieben mal hinter der Regenbogenbrücke grüssen und werde da sein, wenn meine Dosis irgendwann mal zu mir kommen.
Ich hatte eine tolle Zeit mit meinen Dosis und bin dankbar, dass sie mich "herüber" begleitet haben. Jetzt muss ich aber los...
Tschühüss




Ich kann nichts sagen, hab nen Kloß im Hals und Tränen in den Augen.
