Wir waren gestern am späten Nachmittag im Garten, da kam ein Meisenpärchen angeflogen und setzte sich vor den Nistkasten auf unserem Kirschbaum.
"Wir wären wegen der Wohnung da", zwitscherte der Meisenmann. "Nur zu", meinte ich, "sehen Sie sich in Ruhe alles an!"
Frau Meise schlüpfte in den Kasten und streckte nach kurzer Zeit den Kopf wieder raus: "Besonders sauber ist es ja nicht!"
"Äh, wir haben aber das alte Nest entfernt. Kann höchstens sein, dass noch ein paar Halme oder Zweige drin sind."
"Die Lage ist sehr schön und geschützt", meinte der Meisenmann, legte seinen Kopf schief und fixierte Kaspar und Paulchen, die natürlich mit im Garten waren, "aber ich habe Bedenken wegen Ihrer Katzen! Wir möchten nämlich unsere Kinder hier großziehen"
"Die beiden Kater tun nichts", versicherte ich ihm. "Der Kleine kann ja kaum das Gleichgewicht halten und auf Bäume klettern schon gar nicht. Der Große ist zu dick dazu, der kommt auch nicht rauf. Zudem sieht er schlecht, er schielt zum Gottserbarmen. Außerdem kann ich Ihnen zusichern, dass beide natürlich Hausarrest bekommen, sobald ihre Kleinen das erste Mal ausfliegen."
Herr und Frau Meise tuschelten noch kurz, dann meinte er: "In Ordnung, wir nehmen es!" Und sie zogen auch gleich ein.
Jetzt müssen wir nur noch so nette Mieter für den Nistkasten im Apfelbaum und den Starenkasten unterm Dach finden.
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Sie flog einfach schneller, als ich schimpfen konnte. *seufz*
