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An die Reiter ... Zweifel an mir

Hier kann alles rund um das Thema Katzen gepostet werden.
Hunde, Pferde und andere tierische Zwei-, Vier- oder Mehrbeiner sind in dieser Rubrik gern gesehene Gäste ;)
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An die Reiter ... Zweifel an mir

Beitragvon SophieS » 17. März 2009, 08:56

Wie ihr ja vielleicht (;)) mitbekommen habt, reite ich jetzt seit einiger Zeit.
Ich nehm regelmäßig Unterricht und es macht auch nach wie vor superviel Spaß.

Nun bin ich aber so gestrickt, dass ich meine, alles gleich beim ersten Mal kapieren und umsetzen können zu müssen. Die Logik sagt mir, dass das natürlich nicht immer funktioniert.

Trotzdem bin ich grad an einem Punkt, wo ich an mir zweifele ... grad auch, weil bei meinem "Pflegepferd" auf bestimmte Dinge besonders geachtet werden muss, einfach damit er wieder komplett "auf die Hufe kommt".

Andererseits denke ich mir, sie würde mir das Pferd nicht anvertrauen, wenn ich so schlecht wäre bzw. so viel "versauen" könnte ...

Es handelt sich übrigens nicht um hochkomplizierte Dinge die nicht so funktionieren, sondern um "einfaches Zeug" die mit dem Sitz usw. zu tun haben, die ich vom Kopf her auch verstehe, aber mein Körper nicht (dauerhaft) umsetzen kann :roll:

Gibt es Tricks, mir Sachen mehr und besser zu verinnerlichen? Meine Reitlehrerin versucht es auch immer mit sehr bildhaften Erklärungen 8-)
Liebe Grüße, SophieS

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Re: An die Reiter ... Zweifel an mir

Beitragvon Tigo » 17. März 2009, 09:11

Mein Reitlehrer früher hat immer gesagt "Reiten lernt man nur durch Reiten!".

An dieser simplen Wahrheit ist was dran. ;)

Es wird immer wieder Zeiten geben, da hast Du das Gefühl, dass Du nicht richtig ans Sitzen kommst, als ob Du wie ein nasser Sack im Sattel hockst. Und es wird Zeiten geben, da fühlst Du Dich wie reingegossen, als wärst Du ein Stück mit dem Pferd. Das ist normal. :)

Konzentrier Dich nicht zu sehr auf Deine Bewegungen, dann werden sie mechanisch. Lass Dich mitnehmen von dem Rhythmus des Pferdes und versuch einfach locker zu bleiben. Wenn Du Dich schon auf was unbedingt sehr konzentrieren willst, dann auf die Atmung. Achte darauf, dass Du gleichmäßig und locker atmest. Wenn man etwas sooo unbedingt richtig machen will, dann verspannt man sich meist, atmet falsch und wird dann total "hart".

Jeder von uns ist an dem Punkt früher oder später gewesen oder kommt immer wieder da an. :) Alles im Normalbereich! :)
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Re: An die Reiter ... Zweifel an mir

Beitragvon Bergziege » 17. März 2009, 09:12

Es gibt eine Vielzahl gymnastischer Übungen (u.a. nach Meyners) die deine muskuläre Unterscheidungsfähigkeit trainieren und die für die Wirkung deiner z.T. unbewussten Bewegungen sensibilisieren. Habe ich als PDF und kann's dir schicken.

Was das mentale Problem betrifft: Du wirst in diesem Sport niemals auslernen. Ich reite seit 26 Jahren, eigentlich täglich. 10 Jahre davon waren hauptberuflich... ich hab schon so ziemlich alles unter'm Hintern gehabt was 4 Beine hat - aber deswegen würde ich noch lange nicht behaupten den Sport in irgendeiner Form perfektioniert zu haben! :roll: Fast jeden Tag stoße ich auf Grenzen, muss mir Gedanken über alternative Wege machen wenn es auf dem Standardweg nicht weitergeht. Ich ertappe mich dabei Fehler zu machen, ärgere mich über mich selbst, oft auch über mein Pferd (denn es heißt "Pferde sind auch nur Menschen"),...

Ich sag mir immer: so lang es Fortschritte gibt und sich die Sache nicht gravierend verschlechtert sind wir generell auf dem richtigen Weg ;) Kleine Katastrophen gehören zum Alltag, man muss lernen sich davon nicht aud der Ruhe bringen zu lassen!
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Re: An die Reiter ... Zweifel an mir

Beitragvon SophieS » 17. März 2009, 09:20

Danke ihr beiden *bisschen erleichterter bin*

Tigo, ja, das predigt meine Reitlehrerin auch. Es sind teils so viele Dinge gleichzeitig auf die ich achten will: Hände zu, Ellbogen am Körper, gucken wo ich hinreite, Absätze tiiiiief und schwupps merke ich, dass ich vergesse zu atmen :)

Wir haben letztens Atemübungen gemacht (und machen wir auch weiterhin), durch den Bauch atmen, Körpermitte finden und so Sachen. Hilft schon ganz gut. Nur war es dann dem Pferd so langweilig, dass es anfing von allein Schenkelweichen zu üben :roll: :D :lol:

Bergziege, die Pdfs hätte ich wirklich gern.

Wichtig ist für mich auch grad der Zuspruch, dass es normal ist, was ich grad "durchmache" ...
Liebe Grüße, SophieS

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Re: An die Reiter ... Zweifel an mir

Beitragvon Bergziege » 17. März 2009, 09:30

hast Poscht! Fröhliches Turnen! :D
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Re: An die Reiter ... Zweifel an mir

Beitragvon SophieS » 17. März 2009, 09:38

Danke, ist angekommen!
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Re: An die Reiter ... Zweifel an mir

Beitragvon robbie_karotte » 17. März 2009, 09:39

Mach dir mal nicht so'n Kopp. Sobald du auf ein anderes Pferd wechselst, wirst du immer wieder das Gefühl haben, nicht richtig zu sitzen. Und je mehr du darüber nachdenkst, desto verspannter wirst du.
Dagegen hilft nur reiten, reiten, reiten. Und je länger du auf einem Pferd reitest, desto vertrauter wird dir seine Bewegung sein. Für mich ist es auch jedesmal ein Unterschied, ob ich auf meinem Pferd oder dem von meinem Mann reite. Die fühlen sich total unterschiedlich an und reagieren auch ganz anders. Das ist völlig normal.

In meinen Augen ist für dich momentan das wichtigste, dass du mal lernst, dich auf deinen Hintern zu setzen und dort auch sitzen zu bleiben. Gerade beim Westernreiten ist ein lockerer Sitz im Sattel wichtig, da wir nicht mit den Schenkeln treiben und eigentlich ruhend im Sattel sitzen sollen. Wie hat mein Reitlehrer damals gesagt - lieber mal wie ein nasser Sack im Sattel sitzen, aber entspannt sein. Der Rest kommt von alleine.
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Re: An die Reiter ... Zweifel an mir

Beitragvon SophieS » 17. März 2009, 09:42

Ja Robbie, das sind 2 grundlegende Aussagen meiner Reitlehrerin:
"du denkst zuviel"
"bleib endlich mal sitzen"
Ich heb den Hintern beim Schenkelweichen, beim Gangwechsel und sonst auch dauernd, wo ich es nicht sollte :roll:

Das denken kann ich nicht so gut abschalten ;)
Das Sitzenbleiben kommt anscheinend vom Oberschenkelpetzen ... wenn ich die locker lasse, geht es besser.

Vielleicht stell ich mir Donnerstag vor, ich wäre ein nasser Sack? ;)
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Re: An die Reiter ... Zweifel an mir

Beitragvon robbie_karotte » 17. März 2009, 09:47

Genau das hatte mein RL auch gesagt. Und als ich mich ganz entspannt, Beine etwas nach vorne gestreckt in den Sattel gesetzt hatte, ging es dann auch besser. Gerade beim Westernreiten musst du nicht so viel Druck machen. Da hilft Beine pitchen überhaupt nicht. Aber wenn du möchtest, dass dir das ausgetrieben wird, können wir gerne nochmal zusammen reiten. Diesmal reitest du mein Pferd (in der Halle oder auf dem Platz) und du wirst sehen, der geht nur dann langsam und ruhig, wenn du locker lässt. :D
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Re: An die Reiter ... Zweifel an mir

Beitragvon SophieS » 17. März 2009, 09:52

Danke Robbie für das Angebot! Ich hoffe, du bereust es nicht, wenn ich drauf zurückkomme :D

Ich kann nicht entspannt mit dem Hinterm im Sattel sitzen und gleichzeitig die Beine nach hinten und die Fersen nach unten machen. Ich glaub, bei mir ist das defekt :roll:
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