Ich habe vor einiger Zeit einmal erzähtl, dass ich einen neuen Hundetrainer für unseren Berry habe. Leider hat sich das jetzt in der 3. Stunde als große Enttäuschung dargestellt. Bereits in der 2. STunde wurde ich skeptisch - aber jetzt?
Wenn ich möchte, dass der Hund ruht, soll ich ihn in seine Box mit "Ruhe" stecken, wenn wir unsere Mahlzeiten einnehmen soll er mit "Mahlzeit" in seine Box, denn er hat woanders nichts verloren und würde dann nur stören. Also, Berry hat sich von alleine schon brav hingelegt und nicht gebettelt und gestört. Warum soll ich meinen Hund einsperren, wenn es auch schon so funktionierte.
Wenn ich mit jemanden spreche, soll ich auf die Leine treten, damit er Platz macht. Wenn es nass und dreckig ist, muss er sich doch nicht in jeden Moder legen. Worte wie "Sitz", "Platz", "Bleib" etc. sind komplett gestrichen, der Hund soll von alleine wissen was er macht. Er muss von alleine wissen, wenn eine Treppe kommt, dass er Fuss gehen muss.
Während mir "eingetrichtert" werden sollte, was ich mit dem Hund alles nicht machen soll, ist er auf der Freifläche herumgelaufen. Leider hat er versucht am Gras zu zupfen und zu fressen, an Holzstückchen, an der Entenk..... etc., halt Dinge, wo ich bei Berry aufgrund seiner Krankheit (zuviel Magensäure und chron. Bauchspeicheldrüsenentzündung) ein wenig aufpassen muss. Sein Immunsystem ist allgemein etwas schwächer als bei anderen Hunden. Folglich habe ich auch ab und zu "Pfui" gesagt und ihm mal ein Stück Holz weggenommen etc. Sicherlich auch nicht so tragisch, wenn er mal Gras frisst und Holz in den Magen kriegt, nur wenn er Bauchschmerzen bekommt, frisst er nicht, ich bekomme die Tabletten dann nicht in ihn rein und es wird dann schlimmer, dass er vom TA eine Spritze braucht. Folglich bin ich schon im Vorfeld vorsichtiger und achte darauf, was er macht, aufnimmt, etc. Da hat mich der TA eingehend beraten, wie ich vorgehen soll. Dem Hundetrainer war das alles piepegal und sagte nur "sie sollen mir zuhören, nicht auf den Hund achten. Wenn er nachher mal kotzt, ist auch nicht schlimm".
Ich habe aus den 3 Stunden wenig Nutzen gezogen und hatte das Gefühl, dass der Hund komplett "umgekrempelt" werden sollte.
Wenn ich Berry sage "sitz" oder auch "platz" und "bleib", dann klappt das. Diese Befehle führt er sogar schon nur auf Handzeichen aus. An der Leine läuft er von Tag zu Tag besser. Ein Ziehen und Zerren kenne ich nicht mehr, außer wenn's mit dem Müffelchen eilig wird und da will er immer im Wald ins Laub. Wenn er dann mal ein wenig zieht, dann leg ich halt einen SChritt zu und dann ist auch wieder gut. Er geht Fuß an anderen Personen vorbei, inzwischen bleibt er ruhig, wenn andere Hunde kommen. Wenn's mal eine Krawallbürste ist, dann dreht er sich um und will hinziehen - aber da arbeite ich gegen und seine Ignoranz ihnen gegenüber klappt auch immer besser. Leider habe ich nie den Begriff "Stopp" geübt, sonder immer "steh" gesagt, aber selbst das klappt.
Überall wird mir inzwischen gesagt, was er für ein lieber Hund ist und so prima gehorchen kann. Da bin ich schon stolz und warum soll ich ihn dann umkrempeln lassen, damit alles wortlos passiert und er von alleine wissen soll, was ich gerade von ihm will.
Ich liebe meinen Hund und ein wenig soll er auch seinen eigenen Kopf haben. WEnn's mir nicht passt, dass er es all zu toll mal treiben will, zeige ich ihm schon wer Chef ist und das hat er auch begriffen.
So, das musste ich jetzt mal loswerden!
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