Die war alles andere als begeistert. Der Paul hatte sie als Welpe mal ordentlich gepiesackt, als sie ihn ein Wochenende versorgte. Man muss dazu sagen, dass der Paul da seine absolute Sturm- und Drangphase hatte und alles andere als ein liebes, schmusiges Kätzchen war. Er hatte ihr sogar die Strümpfe zerrissen bei dem Versuch, an ihren Beinen hochzuklettern.
Deshalb zögerte sie etwas, als ich sie bat, Kaspar und Paulchen zu hüten. Den Kaspar liebt sie heiß und innig, der ist ja auch total lieb und brav, aber vor Paulchen hat sie seitdem Bammel.
Also nahm ich mir den Dicken vor: "Paul, die Oma passt auf euch auf, wenn wir ihm Urlaub sind. Sollte mir irgendwas zu Ohren kommen, setz ich dich im nächsten Tierheim ab!"
Als meine Mutti dann zur Einführung kam, lief ihr Paulchen gleich entgegen und strich ihr um die Beine. Er ließ sich friedlich streicheln und kraulen, das macht er bei Fremden eigentlich nie, und folgte ihr auf Schritt und Tritt.
Während des Urlaubs rief ich mal zuhause an, um nachzufragen. Meine Mutter meinte ganz stolz am Telefon: "Beide sind superlieb und brav. Und stell dir vor, als ich heute kam, hat mir der Paul gleich eine tote Maus gebracht!"
Na geht doch!
Hier ist der alte Schwerenöter:





