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Re: Ich bin ziemlich verliebt...Gibt es Fragen, die wir Dir schon erklären können?
rlm
Das Glück ist kein Reiseziel, sondern eine Art zu reisen.
Re: Ich bin ziemlich verliebt...Lieb, RLM, dass Du drauf zurückkommst.
Tatsächlich ist die erste Frage, ob ich einen Importhund möchte. Sicher, dem einzelnen Tier ist geholfen, aber sowohl Griechenland als auch Spanien sind keine Entwicklungsländer. Hier ist sicher eher Hilfe zur Selbsthilfe gefragt, aber nicht der Massenimport von Haustieren. Wirft man mal einen Blick in die Kleinanzeigen, besonders Online, wird das Ausmaß ansatzweise klar. Und was mich aber noch viel, viel mehr nervt, ist diese Selbstgefälligkeit der Tierschützer: Endlich haben wir Gesetze, die Haustiere nicht mehr nur als Gegenstände sehen, sondern z.B. das Kupieren verbieten. Wenn ich aber die Forderung hören, die Tiere (vor der Geschlechtsreife) ohne zwingenden medizinischen Grund zu kastrieren, dann kommt es mir so vor, als würde man diese Hunde wie Gegenstände und nicht wie Lebenwesen behandeln. Ich kann verstehen, dass der unkontrollierten Vermehrung Einhalt geboten werden soll, aber würde für diesen Fall nicht eine Sterilisation reichen? Wie ich bisher gelesen habe, geht die Kastration häufig mit einer Wesensveränderung her. Ich möchte aber kein Neutrum als Haustier, sondern - ganzheitlich wie ich nun mal allgemein ticke - einen Rüden bzw. eine Hündin, gern sterilisiert. Letztes ist kein Problem für mich, aber eine Kastration geht einen Schritt zu weit. Lucy_van_Pelt
Re: Ich bin ziemlich verliebt...Lucy ich kenne mich zwar mit Hunden nicht aus, könnte mir aber vorstellen, dass es sich dort so ähnlich verhält wie bei Katzen. Wenn du eine weibliche Katze sterilisierst anstelle von kastrierst dann wird sie immer noch rollig, schreit nach einem Kater, etc. sprich die Hormone arbeiten noch. Das bereitet dem Tier Stress, kann sogar zu einer Gebärmuttervereiterung kommen. Bei Katern ist es ähnlich, auch da fließen noch Hormone, die er für das Decken nicht mehr benötigt und auch das führt zu Stress. Ich gehe mal stark davon aus, dass dies bei Hunden genauso ist. Kastrierte Tiere sind dadurch nicht minderwertig, sie sind nur ruhiger oft auch schmusiger, ein wenig vergleichbar mit Menschen nach den Wechseljahren.
Grüsse von Tamara
Re: Ich bin ziemlich verliebt...Ein Lebenwesen noch vor Erreichen der Geschlechtsreife auf den Status nach den Wechseljahren zu bringen - sorry, da finde ich das Kupieren von Ohren und Rute fast schon harmlos gegen.
Haben Hormone nicht über den Geschlechtstrieb hinaus Bedeutung? Und gehört der nicht zum Leben dazu? Ein Haustier muss auch nicht nur schmusig sein, es darf ruhig auch Charakter haben. Ich gebe aber zu, zurzeit noch zu wenig darüber zu wissen. Werde mich demnächst mal auf die Suche nach Fakten machen. Lucy_van_Pelt
Re: Ich bin ziemlich verliebt...So ein Pelztier macht ziemlich viel Freude aber auch ne Menge Arbeit und man übernimmt für lange Zeit Verantwortung. Ich finde es daher gut, dass ich euch Gedanken macht. Übrigens, der Kerl da ist nicht kastriert.
yoshi
Re: Ich bin ziemlich verliebt...Die Frage mit dem Import-Hund kannst Du nur für Dich selbst lösen; prinzipiell bin ich der Meinung, dass wir über das Herbringen der Hunde weder die Probleme in den Herkunftsländern lösen - eher im Gegenteil, da es dort eine unkontrollierte Zucht unterstützt - noch die Probleme bei uns lösen.
Zum Punkt Kastration: Die Gedanken, die Du Dir hier machst sind sehr menschlich emphatisch. Der Hund ist ein Rudeltier, in einem hierarchischen Gefüge. Will er in dem Rudel verbleiben, muss er sich hier einfügen; wird der Junghund geschlechtsreif, wird er erstmal verstossen; bildet uU mit anderen Junghunden ein wildes Gemenge/Jagdgemeinschaft, in dem er seine Stärke trainiert um irgendwann ein Rudel zu erobern. Die Hormone treiben ihn in diesem Sinne zum Aufstand und zum Kampf. Kastriert wird hier nicht in erster Linie wegen der unkontrollierten Vermehrung, sondern um die Hunde im Rudel halten zu können. Wenn Du ihn in ein "Menschenrudel" integrieren willst, wird dies erleichtert. Du nimmst ihm dabei den Druck dominant zu werden - unkastriert musst Du dies mit sehr straffer Führung ausgleichen; wobei Du ihm hier seine Eigenständigkeit nimmst und er immer etwas unberechenbar bleibt. Ein Rüde, der eine läufige Hündin in der Nase hat leidet und wird alles daran setzen dahin zu kommen. Aus diesem Grund sind fast alle Arbeitshunde kastriert; nur dann sind sie zuverlässige Partner - Du erinnerst Dich an die alte Krimi-Weisheit, dass, bei einem mit Hund geschützten Haus, nur eine läufige Hündin mitgebracht werden muss Der Hund verändert bei der Kastration nicht sein grundsätzliches Wesen und wird ganz sicher nicht zum Neutrum; er verliert Aggression, in den ihn seine Hormone treiben und die für ihn richtig körperlichen Stress bedeutet. Und, um nochmals auf die Natur zu sprechen zu kommen, in "Notzeiten" gibt es im wilden Rudel eine "natürliche Kastration", durch die die Jungtiere nicht geschlechtsreif werden und im Rudel bleiben dürfen. rlm
Das Glück ist kein Reiseziel, sondern eine Art zu reisen.
Re: Ich bin ziemlich verliebt...Bevor ich hier den Karl-Theodor gebe - klick.
Sicher hat alles zwei Seiten: Unter dem Deckmantel des Tierschutzes pro Kastration zu sein und so gegen das Tierschutzgesetz zu verstoßen, finde ich unter aller Kanone... Und ein nicht kastriertes Tier zu führen, traue ich mir durchaus zu. Lucy_van_Pelt
Re: Ich bin ziemlich verliebt...Ich habe das Gefühl Du unterstellst mir hier irgendeine falsche Intension - und die Tierärztin im verlinkten Artikel argumentiert sehr tendenziös ohne auf die Tiere einzugehen.
rlm
Das Glück ist kein Reiseziel, sondern eine Art zu reisen.
Re: AW: Ich bin ziemlich verliebt...Ich schließe mich RLM an.
Der nicht kastrierte Rüde einer Arbeitskollegin büchst dauernd aus und hat schon fast einen Unfall verursacht. Tiere als Haustier gehören kastriert, das zählt für mich auch für Katzen. Kein Stress fürs Tier steht für mich deutlich in Vordergrund, nicht meine Bequemlichkeit. Liebe Grüße, SophieS Liebe Grüße, SophieS
Die Menschheit läßt sich grob in zwei Gruppen einteilen: in Katzenliebhaber und in vom Leben Benachteiligte. Francesco Petrarca (1304 - 1374) ![]()
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