Pancho ist ein ausgewachsener Kater, oben Tiger, unten weiß; er gehört eigentlich in die Nachbarschaft meiner Mutter, hat aber vor ca. 2 1/2 bis 3 Jahren beschlossen zumindest bei uns im Garten einzuziehen. Dort hat er eine wunderbare warme Hundehütte mit frischem Stroh und sonstige Katzenannehmlichkeiten. Er darf aber nicht ins Haus, da ich von Geburt an hochgradig allergisch auf Katzenhaare reagiere - Asthmaanfälle mit so blitzartigem zuschwellen der Bronchien, dass ich schon mehrfach wirklich auf den letzten Drücker intubiert werden musste.
So vor ca. 1 Jahr flammte dann Panchos Liebe zu mir auf. Zuerst beschlagnahmte er mein Auto, sobald ich kam, war er auf der warmen Motorhaube und verließ diesen Platz nur, wenn ich zum Abfahren mit dem Gartenschlauch kam um erst das Auto abzuspritzen. Dann entdeckte er "meinen" Schaukelstuhl auf dem Balkon, der fortan zu seinem Lieblingsplatz wurde.
Gestern hat er sich nun ein neues Spiel ausgedacht: Als ich ankam und Ma begrüßte, schoss er wild maunzend hinter dem Blumenkübel vor und drückte sich zwischen uns, um stürmisch meine Beine zu beschmusen.
Ich mag ihn ja, aber Cortison-Dröhnungen und eine Nacht ohne Luft sind ätzend.Wie kann ich dem Typ klar machen, dass ich seine Liebe ja toll finde; ihn aber so nah wirklich nicht brauchen kann?



